Betrieb mit minimaler Oberflächenstörung
Mikrotunnelbaugeräte zeichnen sich durch ihre herausragende Leistungsfähigkeit bei komplexen unterirdischen Installationen aus, wobei während des gesamten Bauprozesses nahezu normale Oberflächenbedingungen erhalten bleiben. Diese Fähigkeit ergibt sich aus der technologischen Konstruktionsphilosophie, die darauf abzielt, unter bestehender Infrastruktur zu arbeiten, anstatt etablierte Oberflächenmerkmale zu beeinträchtigen. Die Geräte werden von strategisch platzierten Start- und Empfangsschächten aus betrieben, die nur eine minimale Fläche in Anspruch nehmen – typischerweise kleine Bereiche, die nach Abschluss des Projekts rasch wiederhergestellt werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen offenen Grabenverfahren, bei denen kontinuierliche Gräben über die gesamte Baustelle gezogen werden, bleiben Straßen, Gehwege, Landschaftsgestaltung und Parkflächen während der Installationsarbeiten vollständig unberührt. Der Bohrvorgang erzeugt im Vergleich zu konventionellen Aushubarbeiten nur minimale Vibrationen und Geräusche, sodass die Bauarbeiten in sensiblen Bereichen in der Nähe von Krankenhäusern, Schulen und Wohngebieten ohne nennenswerte Beeinträchtigung des täglichen Lebens fortgesetzt werden können. Das Verkehrsmanagement wird vereinfacht, da die Straßen für den normalen Fahrzeugverkehr weiterhin geöffnet bleiben; dies macht umfangreiche Umleitungen sowie temporäre Verkehrsregelungsmaßnahmen überflüssig, die sowohl die Projektkosten als auch die Unzufriedenheit der Bevölkerung erhöhen würden. Geschäftstätigkeiten in Gewerbegebieten laufen ununterbrochen weiter, wenn Mikrotunnelbaugeräte eingesetzt werden – Kundenzugänge bleiben gewährleistet und Umsatzeinbußen, wie sie bei herkömmlichen Versorgungsbauprojekten üblicherweise auftreten, werden vermieden. Die Fähigkeit der Technologie, unter bestehendem Straßenbelag zu arbeiten, macht kostspielige Straßenwiederherstellungs- und -neuasphaltierungsarbeiten überflüssig, die bei konventionellen Projekten oft Wochen oder Monate zur Gesamtbaudauer hinzufügen. Zu den umweltbezogenen Vorteilen zählt der Erhalt etablierter Baumwurzelsysteme und bestehender Entwässerungsmuster, die durch oberflächennahe Aushubarbeiten gestört würden. Die präzisen Bohrfähigkeiten der Geräte ermöglichen es, wertvolle landschaftsgestalterische Elemente zu umgehen und bereits etablierte Vegetation zu bewahren, was sowohl den Immobilienwert als auch das städtebauliche Erscheinungsbild der Gemeinde verbessert. Unterbrechungen der Versorgungsdienstleistungen werden auf ein Minimum reduziert, da bestehende Systeme während neuer Installationen ungestört bleiben – dies steigert die Kundenzufriedenheit und verringert den Bedarf an Notfallreparaturen. Der saubere Installationsprozess vermeidet Staub, Schlamm und Bauschutt, die typischerweise mit offenen Aushubarbeiten verbunden sind, und gewährleistet somit angenehme Lebens- und Arbeitsbedingungen für Anwohner und Unternehmen während der gesamten Bauzeit.